Perfektionismus

Perfektionismus ist eine Eigenschaft, die einem oft das Leben schwer machen kann. Ich verrate dir heute in diesem Artikel, worum es sich bei Perfektionismus genau handelt, weshalb wir Menschen (und gerade Selbstständige) dazu neigen und gebe dir ein paar Tipps an die Hand, wie du deinen „inneren Perfektionisten“ ein wenig austricksen kannst.

Woher kommt das Wort Perfektionismus und was bedeutet es?

Das Wort Perfektionismus leitet sich aus dem Wort „perfectus“ ab, welches aus dem Lateinischen kommt und so viel bedeutet wie vollkommen“ oder auch „abgeschlossen/ gültig“. In unserem Alltag bezieht sich das Wort Perfektionismus meist auf eine vollkommene, abgeschlossen Arbeit. Und genau da ist der Knackpunkt: Viele Menschen wissen nicht mehr, wann ihre Arbeit gut genug ist und möchten sie noch perfekter machen. Hier findet man dann den Perfektionisten.

Dieser steigert sich zu sehr in seine Arbeit hinein und erkennt gar nicht, dass sie eigentlich schon gut genug ist. Und gerade auch Frauen, die oft mit den Männern mithalten müssen, Kinder und Karriere unter einen Hut bringen wollen, kommen aus dem Perfektionismus nicht mehr heraus. Möchte die Frau sich dann noch selbständig machen, vielleicht online arbeiten, schnappt die Falle ganz schnell zu.

Warum gerade Selbständige zum Perfektionismus neigen

Gerade selbständige Texter:innen haben Angst zu versagen. Ihren Job vielleicht wieder an den Nagel hängen zu müssen. Dadurch wächst der Druck alle Arbeiten nicht nur „gut genug“, sondern „mehr als perfekt“ abgeben zu wollen. In der Onlinewelt bietet sich viel Konkurrenz, gerade bei selbständigen Texter:innen. Oft möchte einfach nur mitgehalten werden und die Konkurrenz schüchtert ein. Hinzu kommen die Familie und die Freunde, die sich vielleicht nicht vorstellen können, wie man so Geld verdient. Das setzt dann natürlich nochmal zusätzlich unter Druck und fördert den Perfektionismus noch weiter. Somit steigt das Gefühl der Unzufriedenheit. Perfektionist:innen sind oft mit ihrer Arbeit und mit sich selbst unzufrieden. Und das, obwohl die Arbeit schon vollkommen genug ist.

Wie man aus dem Perfektionismus rauskommt und mehr innere Zufriedenheit lernt

  1. Der Angst auf den Grund gehen. Was könnte passieren, wenn die Arbeit als selbständiger Texter:in nicht zum vollen Erfolg führt? Packe deine Ängste an und setzte dich mit ihnen auseinander.
  2. Das Selbstbewusstsein stärken. Deine Texte sind gut! Deine Arbeit, die du ablieferst, ist gut. Baue Vertrauen zu dir selbst und deinen Fähigkeiten auf.
  3. Hobbys suchen, bei denen kein Perfektionismus erwartet wird. Zum Beispiel Yoga. Das macht Spaß, tut dem Körper gut und du lernst, dich auf dein Inneres zu konzentrieren und innere Stärke und Zufriedenheit zu gewinnen. Oder mache etwas im künstlerischen Bereich. Eine Leinwand erwartet nichts von einem. Dadurch kannst du vielleicht auch Kontakte knüpfen, die dir selbst guttun.
  4. Auszeiten von der Arbeit. Die Arbeit als Selbständige und Perfektionist:in endet nie. Deshalb solltest du dir selbst auch genug Auszeiten setzten. Vielleicht auch mal richtig offline gehen mit Digital Detox.
  5. Lob annehmen. Du hast gute Arbeit geleistet, die gelobt wurde! Suche hier nicht doch nach einem Fehler oder denke nicht darüber nach, was du noch hättest besser machen können.
  6. Der aller wichtigste Schritt: Beginne damit, deine Arbeit anzunehmen, wie sie ist. Nimm dich selbst an wie du bist und versuche eine innere Zufriedenheit in dir zu finden. Nach und nach findest du vielleicht einen Weg, den Perfektionismus als Stärke zu sehen und dich davon aber nicht erdrücken zu lassen. Denn nicht alles muss perfekt sein!

Neigst auch du zum Perfektionismus? Wenn ja, welche Tipps wendest du an, deinen „inneren Perfektionisten“ auszutricksen?

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